GMO bei Baumwolle

Der Anbau von genmanipulierten (GM) Baumwollpflanzen ist enorm weit verbreitet. Genmanipulierte Baumwollpflanzen sind resistent gegen bestimmte Schädlinge, Pestizide und/oder widerstandsfähiger gegen bestimmte Umweltbedingungen.

Laut der Datenbank TransGen wachsen derzeit auf insgesamt etwa zwei Dritteln der weltweiten Baumwoll-Anbaufläche genveränderte Sorten. Allein in Indien waren im Jahr 2017 demnach 93 Prozent der angebauten Baumwolle gentechnisch verändert.

Ob die Verwendung genmanipulierter Baumwolle die Erträge tatsächlich steigert oder nicht, ist umstritten – klar ist jedoch, dass die Nutzung genetisch veränderter Pflanzen immer mit Risiken einher geht: Vom Verlust der genetischen Vielfalt über die unkontrollierbare Ausbreitung und die Bildung von Resistenzen bis zu Abhängigkeiten der Farmer von den Saatgut- und Pestizidherstellern. Im Bio-Anbau sind gentechnisch veränderte Pflanzen verboten.

Im Gegensatz zu konventioneller GM-Baumwolle produziert Bio-Baumwolle Samen, aus denen neue Pflanzen wachsen können. Das erspart den Bauern enorme Kosten für neues Saatgut. Allerdings ist es für Bauern in vielen Ländern inzwischen sehr schwierig, an herkömmliches, nicht-genmanipuliertes Saatgut zu kommen. Dieser Mangel an Bio-Saatgut gilt als einer der größten Hindernisse beim Ausbau des Bio-Baumwollanbaus.